16.10.2016

Dokumentation des Schlaganfallrisikos – nutzen Sie Assistenzprogramme?

CHA2DS2-VASc- und HAS-BLED-Scores einfach und nebenbei dokumentieren

Die Dokumentation der Risikoabschätzung eines Schlaganfalls bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern ist wichtig, doch im Praxisalltag oft zeitraubend und aufwändig. Inzwischen bieten viele Arztinformations­systeme (z. B. Albis, CGM Pro M1, Data Vital, Medistar oder Turbomed) eine Funktion an, die automatisch während der ICD-10-Codierung dabei hilft, die korrekten Risikoscores zu ermitteln. Kennen und nutzen Sie solche Programme bereits?

Älterer Arzt sitzt am Praxistisch

© goodluz / Fotolia

Vereinfachen Sie Ihre Dokumentation bei VHF-Patienten.

Vorhofflimmern (VHF) ist eine häufige Ursache von Schlaganfällen.1 Eine Therapie mit einem Antikoagulanz auf Basis der Erfassung und Dokumentation des Schlaganfallrisikos bei VHF-Patienten ist deshalb von besonderer Wichtigkeit. Im Praxisalltag muss es aber auch oft schnell gehen. Ein Assistenzprogramm (Intermedix, Workflowintegrated Communication [WICOM]) für Ihr Arztinformationssystem hilft Ihnen bereits während des Erfassens des ICD-10-Codes bei Ihren Patienten mit Vorhofflimmern (I48.x), eine Risikoeinstufung nach aktuellen Scoresystemen vorzunehmen.

Assistenzprogramm erleichtert Dokumentation und Therapieentscheidung

Daiichi Sankyo fördert das WICOM-Assistenzprogramm, das in circa 50 % der Arztinformationssysteme integriert ist (z. B. Albis, CGM Pro M1, Data Vital, Medistar oder Turbomed). Dieses ermöglicht Ihnen durch Pop-up-Fenster bereits während der Eingabe der ICD-10-Codes die rasche Dokumentation des CHA2DS2-VASc-Scores und des HAS-BLED-Scores. Zusätzlich wird Ihnen der Therapieleitfaden aus den ESC-Leitlinien zur Information dargestellt. Hieraus können Sie über den CHA2DS2-VASc-Score auf die Notwendigkeit einer Antikoagulation schließen. Auch eine Dokumentation des CHA2DS2-VASc-Scores im Verlauf der Behandlung ist so in der digitalen Patientenakte hinterlegt.

Aktuelle Risikoscores und ihre Bedeutung im Praxisalltag

Der CHA2DS2-VASc-Score ist eine Modifikation des CHADS2-Scores und dient der Risikoabschätzung eines Schlaganfalls bei Vorhofflimmern.1 Außerdem ermöglicht der Score eine rasche Beurteilung, ob eine Antikoagulation angezeigt ist. Der Score besteht aus den folgenden Parametern zur Risikoevaluierung:

INFORMATION FÜR FACHKRÄFTE

[DocCheckStop]

Mit Hilfe des HAS-BLED-Scores lässt sich das Blutungsrisiko für Patienten abschätzen, die wegen Vorhofflimmerns prophylaktisch antikoaguliert werden. Ein hoher HAS-BLED-Score sollte nicht der Grund sein, eine eigentlich indizierte Antikoagulation nicht durchzuführen1. Er ist vielmehr eine Hilfe bei der Entscheidung für ein geeignetes Antikoagulanz sowie für die Intensität der Überwachung des jeweiligen Patienten.1

Welche Antikoagulation für welchen Patienten?

Die aktuellen Leitlinien für das Management von VHF der European Society of Cardiology (ESC) geben folgende Empfehlungen2:

Das Assistenzprogramm ermöglicht auch die Dokumentation des Verlaufs des CHA2DS2-VASc-Scores. So können Sie auf einen Blick erkennen, ob sich der CHA2DS2-VASc-Score eines Patienten verändert hat und ob eine Anpassung der Antikoagulation nötig ist.