08.04.2016

Katheterablation bei Vorhofflimmern

Ursprünglich war die Katheterablation jüngeren Patienten mit Vorhofflimmern (VHF), aber ohne strukturelle Herzerkrankung vorbehalten. Inzwi­schen haben sich die Ergebnisse des Verfahrens verbessert, sodass die Ablation heute immer mehr Patienten angeboten wird. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Katheter­ablationen in den nächsten zehn Jahren exponentiell ansteigen wird.1 Da heute viele VHF-Patienten mit NOAKs (Nicht-VKA oralen Antikoagulanzien) behandelt werden, stellt sich die Frage, wie die Antikoagulation bei einer geplanten Katheterablation gehand­habt werden soll.

Ärztin im OP-Saal setzt gerade eine Katheterablation.

© sturti / iStock

Wenn rhythmusstabilisierende Medikamente nicht erfolgreich oder mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden sind, kann bei Patienten mit Vorhofflimmern eine Katheter­ablation sinnvoll sein. Zu den gravierendsten Komplikationen der Ablation zählt der Schlaganfall, der bei VHF-Patienten meist durch eine Thromboembolie ausgelöst wird.1

Quellen:

  1. Weitz JI et al.: Periprocedural Management of New Oral Anticoagulants in Patients Undergoing Atrial Fibrillation Ablation. Circulation 2014;129:1688–1694. Online verfügbar unter: www.circ.ahajournals.org/content
  2. Calkins H et al.: 2012 HRS/EHRA/ECAS Expert Consensus Statement on Catheter and Surgical Ablation of Atrial Fibrillation: Recommendations for Patient Selection, Procedural Techniques, Patient Management and Follow-up, Definitions, Endpoints, and Research Trial Design. Europace 2012;14:528–606. Online verfügbar unter: www.europace.oxfordjournals.org/content
  3. Uninterrupted NOAC therapy during AF ablation is safe. Press release 24 Jun 2015, EHRA EUROPACE – CARDIOSTIM 2015. Online verfügbar unter: www.escardio.org/The-ESC/Press-Office..

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