15.05.2019

Dosisregime und Nutzen von NOAKs

Für eine sichere Therapie von Patienten, die ein erhöhtes Risiko für Thromboembolien (Gefäßverschlüsse durch Blutgerinnsel) haben, ist es besonders wichtig, dass die Dosisregime möglichst einfach und patientenfreundlich sind. Denn eine falsche Einnahme von Antikoagulanzien (Blutgerinnungshemmern) kann zu gesundheitlichen Folgeschäden führen.1

In diesem Zusammenhang haben Nicht-VKA orale Antikoagulanzien (NOAKs) entscheidende Vorteile im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten (VKAs). Einfache, für den Patienten leicht verständliche Dosisschemata erleichtern die Handhabung für Arzt und Patienten. Die Patienten werden zudem deutlich weniger belastet, da die individuelle Dosisfindung und die regelmäßige Kontrolle der Blutgerinnung durch Laboruntersuchungen entfallen.2–6 NOAKs werden – je nach Präparat – ein- oder zweimal täglich in Tablettenform eingenommen.2–5

Die Standarddosierungen der verschiedenen NOAKs sind allerdings nicht für jeden Patienten gleich gut geeignet. Unter bestimmen Voraussetzungen muss der Arzt die Dosis anpassen, damit es nicht zu einer erhöhten Wirkstoffmenge im Blut kommt. Es gibt bei NOAKs aber klare Kriterien zur Dosisanpassung.2–5 Diese helfen dabei, Unsicherheiten bei der richtigen Dosierung zu vermeiden, und sie können so zur Therapiesicherheit beitragen.

Quellen:

  1. Michaels AD, Spinler SA, Leeper B et al. Medication errors in acute cardiovascular and stroke patients: a scientific statement from the American Heart Association. Circulation 2010; 121: 1664–1682. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20308619.
  2. Fachinformation LIXIANA®, Daiichi Sankyo Europe GmbH, München, Deutschland. Stand August 2018. https://fachinformation.srz.de/pdf/daiichisankyo/lixiana60mgfilmtabletten.pdf.
  3. Fachinformation Eliquis®, Pfizer Pharma GmbH, Berlin. Stand Februar 2019. https://www.fachinfo.de/pdf/014392.
  4. Fachinformation Xarelto®, Bayer Pharma AG, Berlin. Stand August 2018. https://www.fachinfo.de/pdf/013452.
  5. Fachinformation Pradaxa®, Böhringer Ingelheim International GmbH, Ingelheim am Rhein. Stand Juni 2018. https://www.fachinfo.de/pdf/010964.
  6. Fachinformation Marcumar®, MEDA Pharma GmbH & Co. KG, Bad Homburg. Stand Juni 2018.

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