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Antikoagulation bei Patienten über 75 Jahren

Ein fortgeschrittenes Alter ist ein wichtiger Risikofaktor für Vorhofflimmern und thromboembolische Erkrankungen. Doch wieso ist eine Antikoagulation bei alternden Patienten etwas Besonderes? Und wie sicher und wirksam sind Antikoalgulanzien in dieser Patientengruppe? Die Ergebnisse einer Metaanalyse über die Wirksamkeit und Sicherheit von Nicht-VKA oralen Antikoalgulanzien (NOAKs) bei älteren Patienten fassen wir im Folgenden für Sie zusammen.

Die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten, so genannten Antikoagulanzien, ist besonders bei älteren Personen weit verbreitet. Der Grund hierfür ist das mit dem Alter ansteigende Schlaganfallrisiko.1, 2 Gleichzeitig neigen ältere Patienten aber auch verstärkt zu Blutungen.1, 2 Antikoagulanzien können das Blutungsrisiko weiter erhöhen. Besonders gefährlich kann es werden, wenn Blutungen im Gehirn auftreten. Ärzte, die älteren Patienten Gerinnungshemmer verschreiben, müssen den Spagat zwischen einer möglichen Untertherapie und einer Übertherapie vollziehen.1 Der behandelnde Arzt muss dabei folgende Punkte besonders berücksichtigen:1

  • mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
  • erhöhte Sturzgefahr und das damit verbundene Risiko für innere Blutungen
  • verlangsamter Stoffwechsel
  • Rückgang der Nierenfunktion

Häufig benötigen ältere Patienten im Vergleich zu jüngeren daher eine etwas niedrigere Dosierung.1 Insgesamt überwiegen in den meisten Fällen die positiven Aspekte einer gerinnungshemmenden Therapie bei älteren Patienten.2

Es stehen zwei Medikamentenklassen zur Verfügung: zum einen die Vitamin-K-Antagonisten (VKAs) und zum anderen die Nicht-VKA oralen Antikoagulanzien (NOAKs).1 Aufgrund ihrer Eigenschaften und ihres niedrigeren Risikos für Gehirnblutungen kommen NOAKs älteren Patienten besonders entgegen.1, 2