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Therapie des Vorhofflimmerns: Schlaganfallprävention

Vorhofflimmern (VHF) ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Etwa jeder vierte Erwachsene mittleren Alters ist davon betroffen.1 VHF-Patienten haben ein hohes Risiko, einen Schlaganfall und andere thromboembolische Komplikationen zu erleiden. Hier erfahren Sie mehr zu den unterschiedlichen Stufen der VHF-Therapie.

VHF ist eine chronische progredient verlaufende Erkrankung, die üblicherweise von kurzen seltenen Episoden (paroxysmales / intermittierendes VHF) fortschreitet zu längeren und häufigeren Phasen, die zunächst terminierbar sein können (persistierendes bzw. lang anhaltend persistierendes VHF).1 20 Jahre nach Diagnosestellung weisen mehr als 90 Prozent der Patienten ein nicht-terminierbares VHF auf (permanentes VHF).2 Um die Prognose der Patienten zu verbessern, müssen kardiovaskuläre Grunderkrankungen behandelt und eine Antikoagulation durchgeführt werden.

Vorhofflimmern (VHF) ist eine chronische progredient verlaufende Erkrankung. Das heißt, sie schreitet üblicherweise von kurzen seltenen Episoden (paroxysmales/intermittierendes VHF) fort hin zu längeren und häufigeren Phasen (persistierendes bzw. lang anhaltend persistierendes VHF). Diese Phasen können zunächst terminierbar sein,1 20 Jahre nach der Diagnosestellung weisen allerdings mehr als 90 % der Patienten ein nichtterminierbares VHF auf (permanentes VHF).2 Um die Prognose der Patienten zu verbessern, müssen kardiovaskuläre Grunderkrankungen behandelt und eine Antikoagulation durchgeführt werden.

Therapie des Vorhofflimmerns

Das Langzeitmanagement von VHF sollte folgende fünf Behandlungsdomänen berücksichtigen:

  1. akutes Management mit Frequenz- und Rhythmuskontrolle
  2. Management von prädisponierenden Faktoren und Begleiterkrankungen
  3. Schlaganfallprävention
  4. Regulation der Herzfrequenz
  5. Erfassen der Symptomatik, um gegebenenfalls eine Rhythmuskontrolle (Antiarrhythmika, Ablation, Hybridtherapie) zu erwägen3

Wie hoch ist das Schlaganfallrisiko bei VHF?

Zur Abschätzung des Schlaganfallrisikos bei VHF empfehlen die Europäischen Leitlinien für das Management von Vorhofflimmern den CHA2DS2VASc-Score (siehe Tabelle 1).4 Dieser spiegelt die unterschiedlichen klinischen Konstellationen differenziert wider. So sollten Patienten bei einem CHA2DS2VASc-Score ≥ 2 (Männer) oder ≥ 3 (Frauen) eine orale Antikoagulation erhalten. Für Patienten mit einem CHA2DS2-VASc-Score von 1 (Männer) oder 2 (Frauen) kann der Arzt eine orale Antikoagulation in Erwägung ziehen. Patienten, die keine Risikofaktoren aufweisen, brauchen keine Antikoagulation.4

RisikofaktorPunktzahl
Chronische Herzinsuffizienz oder linksventrikuläre Dysfunktion1
Hypertonie1
Alter ≥ 75 Jahre2
Diabetes mellitus1
Schlaganfall/transitorisch ischämische Attacke/Thromboembolie2
Vaskuläre Vorerkrankung1
Alter 65-74 Jahre1
Weibliches Geschlecht (sex category)1

Tabelle 1: CHA2DS2-VASC-Score zur Abschätzung des Schlaganfallrisikos bei Patienten mit VHF (modifiziert nach Kirchhoff et al. 2016).4

Leitliniengemäße Behandlung von VHF-Patienten