Therapie des Vorhofflimmerns: Schlaganfallprävention

Vorhofflimmern (VHF) tritt bei etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung auf.1 Damit ist VHF die häufigste anhaltende Herzrhythmus­störungen im Erwachsenenalter.1 Patienten, die davon betroffen sind, haben ein hohes Risiko, einen Schlaganfall und andere thromboembo­lische Komplikationen zu erleiden.1 Zum Langzeitmanagement des VHF gehören neben der Prävention dieser Komplikationen aber auch die optimale Therapie von begleitenden kardiovaskulärer Erkrankungen, die Frequenz­regulierung sowie die Korrektur der Rhythmusstörung.1

VHF ist eine chronische progredient verlaufende Erkrankung, die üblicherweise von kurzen seltenen Episoden (paroxysmales / intermittierendes VHF) fortschreitet zu längeren und häufigeren Phasen, die zunächst terminierbar sein können (persistierendes bzw. lang anhaltend persistierendes VHF).1 20 Jahre nach Diagnosestellung weisen mehr als 90 Prozent der Patienten ein nicht-terminierbares VHF auf (permanentes VHF).2 Um die Prognose der Patienten zu verbessern, müssen kardiovaskuläre Grunderkrankungen behandelt und eine Antikoagulation durchgeführt werden.