Antikoagulation bei venösen Thromboembolien – das muss Ihr Patient wissen

Eine medizinische Behandlung ist umso erfolgreicher, je besser der Patient seine Erkrankung und die Therapiemöglichkeiten verstanden hat. Wie gut sind Ihre NOAK-Patienten informiert?

Wird eine tiefe Venenthrombose (TVT) nicht behandelt, erhöht sich das Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko des Patienten. Denn dabei kann es in der Folge zu einer Lungenembolie (LE) sowie im Langzeitverlauf zu einer Gewebeschädigung zum Beispiel am Unterschenkel kommen.1

Wie lange ist eine Antikoagulation notwendig?

Die antikoagulatorische Behandlung einer venösen Thromboembolie (VTE) ist meist zeitlich begrenzt. Sie hat zum Ziel, eine Lungenembolie zu verhindern und das Risiko für die Entstehung eines postthrombotischen Syndroms zu verringern.1, 2 Gemäß der aktuellen S2k-Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) sollte auf die mindestens fünf Tage andauernde initiale Antikoagulation eine Erhaltungstherapie von drei bis sechs Monaten anschließen.1 Besteht langfristig ein gesteigertes Thromboserezidivrisiko, sollte die antikoagulative Therapie im Rahmen einer verlängerten Erhaltungstherapie fortgeführt werden, sofern kein zu hohes Blutungsrisiko dem entgegensteht.1